Liebe Kunstfluginteressierte,

vergangenes Wochenende war es wieder soweit: Der zweite Lauf zur Deutschen Meisterschaft stand vor der Tür. Nach 2015 fanden wir uns bereits zum zweiten Mal auf dem schönen Gelände des MFV St. Johann ein. Die hochmotivierte Truppe um Jonathan Droemer, Kurt Maier und Holger Langer stellten wieder eine hervorragende Infrastruktur für die Tage von Freitag bis Sonntag auf die Beine. Da der Verein aufgrund seiner Lage im Biosphärenreservat Schwäbische Alb kein Vereinsheim o.ä. hat, ist das, was die Mitglieder leisten, immer wieder erstaunlich! Hut ab und vielen Dank!

Bereits am Freitag hatte sich ein Großteil des Pilotenfeldes am Platz eingefunden und absolvierte Trainingsflüge. Der etwas entfernt vom Platz gelegene Campingplatz wurde dabei auch schon in Beschlag genommen. Das Teilnehmerfeld von 25 Piloten zeigte auch hier wieder einige neue Gesichter – eine sehr erfreuliche Entwicklung!

Fliegerisch ging es Samstag mit einem echten Husarenstück los. Schwerer Crosswind und Böen mit Spitzengeschwindigkeiten zwischen 50 und 70 km/h machten das Fliegen aber auch das Landen zu einer echten Herausforderung. Die eine oder andere Blessur musste bei manchem Flieger repariert werden.

Trotz der widrigen Bedingungen konnten am Samstag in der Klasse Unlimited zwei Durchgänge, in der Klasse Intermediate sogar drei und in der Basic-Klasse auch zwei Durchgänge geflogen werden.

Bewertet wurden die Piloten dabei von einem internationalen Punktrichterteam aus Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz. Der Chefpunktrichter Martin Wrchlawsky hatte dabei seine Kollegen Eric Winter aus Detmold, Henny van Loon aus Rotterdam und die beiden Schweizer Peter Scheidegger und Claude Suter nach St. Johann eingeladen.

In der Klasse Unlimited ereignete sich am Samstag Nachmittag eine Überraschung. Die erste Unbekannte enthielt die gefürchtete Figur „Männchen“. Dabei steigt der Flieger wie zu einem Turn senkrecht auf, soll dann verharren und mindestens eine Flugzeuglänge „abrutschen“, bevor er dann umschlägt wie ein Pendel. Dies gelang den meisten Piloten nicht perfekt und so hagelte es viele „Nullen“. Somit hofften alle Piloten, die damit in der Wertung weit zurücklagen, am Sonntag den Spieß noch einmal bei der zweiten Bekannten umzudrehen.

Daraus wurde jedoch nichts. Petrus machte uns einen Strich durch die Rechnung. Regen und dichter Nebel belagerten den Platz bis Mittags. Danach reichte die Zeit nur noch für eine Runde Basic und einen zweiten Durchgang im Bekannten für die Unlimited-Piloten.

Teilweise verschwindende Flieger verlangten von den Piloten das Beste ab. In der Klasse Unlimited sollte es so für viele nicht mehr reichen.

Es gewann Klaus Krumscheid vor Stefan Buch und Alexander Raff die Klasse Unlimited. Krumscheid war dabei einer von zwei Piloten, denen das Männchen nahezu perfekt gelang.

In der Klasse Intermediate machte der Aufsteiger Niklas Blank dem Altmeister Willi Mühlbauer mächtig Druck und belegte den zweiten Platz vor Benedikt Simon.

Die gut gefüllte Klasse Basic zeigte auch hier junge, aufstrebende Talente. Der Einsteiger Darian Milz gewann knapp vor Kay Succolowsky und Felix Raff.

Hier geht es zu den Gesamtergebnissen: Ergebnisse F3A-X_ 2 .TW

Insgesamt war das Wochenende geprägt von einer tollen Kameradschaft und knappen Wertungskämpfen. Das Feld war fliegerisch bunt durchmischt, auch Lokale Vereinspiloten fühlten sich motiviert einfach den Wettbewerb mitzufliegen. Denn das Motto lautet: Spaß haben am Kunstflug und Mitmachen!

In diesem Sinne freuen wir uns schon auf den Abschlusswettbewerb in Leiblfing Anfang September.

Bis dahin

Euer F3A-X Organisationsteam